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Pharma-Biotechnologie

(Master of Science)



Was ist Pharma-Biotechnologie?


Pharma-Biotechnologie beinhaltet den Einsatz biotechnologischer Methoden und Verfahren im Kontext medizinischer Anwendungen. Entsprechend der Farbe des Blutes wird dieser Zweig der Biotechnologie auch als Rote Biotechnologie bezeichnet. Gegenstand der Pharma-Biotechnologie ist die Nutzung der oft durch gentechnische Methoden optimierten katalytischen Eigenschaften von Biomolekülen, Zellen und Organismen zur Herstellung von Pharmaprodukten und zur Entwicklung diagnostischer Verfahren.

Ausgehend von den molekularen und zellulären Mechanismen der Regulation von Stoffwechselprozessen und ihren pathologischen Veränderungen bei der Entstehung von Krankheiten werden therapeutisch wirksame Substanzen gesucht und biotechnologische Verfahren zu deren Herstellung entwickelt. Pharmabiotechnologen wirken zudem maßgeblich an der Entwicklung und biotechnologischen Herstellung von Diagnostika und Vakzinen mit. Sie sind darüber hinaus qualifiziert, einen relevanten Beitrag bei der Entwicklung von Microarraytechniken, Biosensoren, Analysetechniken und diagnostischer Geräte zu leisten.

Welche Möglichkeiten eröffnet das Studium der Pharma-Biotechnologie?


Der Masterstudiengang Pharma-Biotechnologie hat das Ziel Absolventen auszubilden, die in allen Bereichen der Roten Biotechnologie einsetzbar sind. Schwerpunkte der Ausbildung sind dabei die Target-orientierte Wirkstoffsuche und Entwicklung von Arzneimitteln sowie die Entwicklung und Optimierung biotechnologischer Herstellungsverfahren für niedermolekulare und rekombinante Pharmaprodukten.

Dementsprechend finden die Absolventen berufliche Perspektiven in folgenden Bereichen:

Der Masterabschluss qualifiziert im öffentlichen Dienst für die Laufbahn des höheren Dienstes. Besonders leistungsfähigen Studierenden eröffnet er außerdem die Möglichkeit der Promotion.

Wie ist das Studium aufgebaut?


Der Masterstudiengang Pharma-Biotechnologie hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern. In den ersten drei Semestern erfolgt eine vertiefende, wissenschaftlich orientierte Ausbildung in biotechnologischen Kerngebieten wie Gentechnik, Enzymtechnologie, Rekombinante Produkte, Niedermolekulare Pharmawirkstoffe und Molekulare Medizin. Anwendungsorientierte Lehrinhalte werden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern wie Bioverfahrenstechnik, Bioverfahrensentwicklung, Zellkulturtechnik und Bioprozesssteuerung vermittelt.

Im dritten Semester haben die Studierenden darüber hinaus die Möglichkeit, sich anhand individueller Interessen über Wahlpflichtmodule zu spezialisieren. Im vierten Semester wird die Masterarbeit erstellt. Ziel ist die eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas der Grundlagenforschung bzw. der angewandten Forschung. Die Masterarbeit wird in der Regel in einem Unternehmen oder in einer hochschulinternen/-externen Forschungseinrichtung angefertigt und von Professoren des Fachbereiches Medizintechnik und Biotechnologie betreut.

1 Niedermolekulare Pharmawirkstoffe Bioverfahrensentwicklung GMP/Zulassungsverfahren Gentechnik Molekulare Zellbiologie Protein Engineering Enzymtechnologie Molekulare Medizin
2 Biophysik 2 Bio-VT/Modellierung Rekombinante Produkte Protein-
analytik
3 Wahlpflichtmodule Molekulare Testsysteme Bioprozesssteuerung Angewandte Pharmakologie/Toxikologie BioInstrumente
4 Masterarbeit

Modultafel

Informationen zum Aufbau und Inhalt des Studiums können auch der Studienordnung Master Pharma-Biotechnologie entnommen werden.

Welche Anforderungen bestehen zur Aufnahme des Studiums?


Die formalen Zugangsvoraussetzungen regelt die Studienordnung des Masterstudienganges Pharma-Biotechnologie (siehe Eignungsverfahrensordnung im Anhang der Studienordnung).

Wesentliche Voraussetzungen für die Aufnahme des Studiums sind:

Studieninteressierte sollten idealerweise über einen Bachelorabschluss in Biotechnologie verfügen und ein ausgeprägtes Interesse an der Lösung interdisziplinärer Problemstellungen aufweisen. Eine Begeisterungsfähigkeit für alle Stufen der pharmabiotechnologischen Wertschöpfungskette – vom molekularen Target bis zum vermarktbaren Pharmaprodukt – wird erwartet.

Außerdem gehört zur erfolgreichen Zulassung auch ein positives Ergebnis beim internen Auswahlverfahren. Folgende Merkmale werden dabei berücksichtigt.

Für die Zulassung muss der Bewerber mindestens 60 von maximalen 110 Punkte erzielen.

Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf den zentralen Seiten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.